Ganzheitlich, nachhaltig, minimalinvasiv

Drei Eigenschaften, die als Leitgedanke mit jedem Innovationsvorhaben des Netzwerks verwirklich werden.

Technologiefelder

Die mehr als 3.000 sanierungsbedürftigen Brücken in Deutschland sind ein deutlicher Indikator für den dringenden Handlungsbedarf in der deutschen Brückeninfrastruktur.

Aktive Instandhaltung und Ertüchtigung sind die wichtigsten Handlungsfelder, um die Zukunftsfähigkeit des Brückenbestands zu sichern. Um jedoch ein gezieltes Handeln zu ermöglichen und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen einzuleiten, genügt es nicht sich rein auf die baulichen Maßnahmen zu konzentrieren. Eine ganzheitliche, zielführende und nachhaltige Sanierung erfordert mehr.

Zerstörungsfreie Prüfverfahren ermöglichen Schäden und Ermüdung genau zu detektieren ohne den Bauwerksbestand weiter zu schädigen.

Sanierung und Instandhaltung mit innovativsten Verfahren und Produkten sichern die Langlebigkeit von Brückenbauwerken und schonen wertvolle Ressourcen. Die Neuentwicklungen sorgen für ökologische und ökonomische Effizienz der Infrastruktur.

Lokales Monitoring und kontinuierliche Überwachung ermöglichen die frühzeitige Erkennung von potentiellen Schwachstellen am Bauwerk und erlauben es auf Belastungsanstiege rechtzeitig zu reagieren.

Effektiv Prüfen und den Bestand erhalten

Um Brücken zu verstärken und Instand zu setzen, ist eine umfangreiche Prüfung der Bausubstanz unumgänglich. Da bereits hoch belastete und stark genutzte Brückenbauwerke nicht weiter geschwächt werden sollen, sind zerstörungsfreie Prüfverfahren erforderlich, deren Entwicklung ein Schwerpunkt des Kooperationsnetzwerks ist.

Die uneingeschränkte Nutzung vor, während und nach der Prüfung und damit der Unterschied zu herkömmlichen Verfahren, ist das erklärte Ziel der Forschungsprojekte. Im Vordergrund steht dabei die Prüfung der Materialbeschaffenheit und mechanischen Belastbarkeit bei Bestandsbauten. Die entwickelten Verfahren sollen die verschiedenen Bauelemente einer Brücke wie z.B. Widerlager, Pfeiler, Hohlkästen und  Fahrbahnplatte prüfen und eine umfassende Zustandsbewertung der Brücken ermöglichen.


Über 3.000 Brücken sanierungsbedürftig

Traglastreserven sind eine kritische Größe für alle Bestandsbrücken. Sie sind maßgeblich, um das heutige, aber auch das zukünftige, Verkehrsaufkommen aufnehmen zu können. Daher sind Verstärkung und Ertüchtigung, aber auch die Instandhaltung von Brücken der zentrale Kern des Innovationsnetzwerkes.

Durch Einflüsse wie Verkehrsdichte, Transportleistung, Witterung, Temperaturänderung und die Belastung durch Streusalze wird die Lebensdauer reduziert. Traglastreserven werden bis an ihre Grenzen ausgereizt oder gar überbeansprucht. Die Umsetzung der geplanten Projektvorhaben strebt die Erhaltung und Erhöhung der Traglastreserven an.

Im Rahmen der Projektvorhaben finden alle Arten von Brücken Beachtung. Nur durch einen Rundumblick von Stahl- über Verbund-, Beton- bis hin zu Stahlbeton- bzw. Spannbetonbrücken kann die Aufrechterhaltung der komplexen Brückeninfrastruktur großflächig gewährleistet werden.


Rechtzeitiges Handeln durch frühzeitige Schadenserkennung

Kritische Belastungszustände frühzeitig zu erkennen sowie Materialermüdung und -versagen vorherzusagen, sind kontinuierliche Aufgaben, die nur durch dauerhafte Datenerhebung und -auswertung zielgerichtet und zukunftsorientiert umgesetzt werden können.

Durch Lösungen für kontinuierliche Überwachung und das Monitoring festgelegter physikalischer und strukturdynamischer Parameter, soll der Zustand einer Brücke in Echtzeit dargestellt werden und jederzeit eine fundierte Abschätzung über den aktuellen und zukünftigen Zustand einer Brücke möglich sein.

Durch die autonome Überwachung von Bestandsbrücken und den Fernzugriff auf Echtzeitdaten wird die Sicherheit von Bestandsbauten entscheidend verbessert. Zukünftige Maßnahmen können auf einer Datenbasis mit höchster Prognosesicherheit geplant und durchgeführt werden.